Kategorie: Experimente

52 Frames – Upside Down

Diese Woche sollte man alles auf den Kopf drehen. Dazu sollte man z.B. Reflexionen nutzen oder die Kamera auf den Kopf stellen und falsch rum fotografieren oder notfalls Bilder einfach im Photoeditor um 180° drehen. Tjoa.

Ich hatte mal eine Photoreihe gesehen, wo jemand einen Taschenspiegel auf den Boden gelegt hat und die Spiegelungen darin fotografiert hat. Die Photoreihe and ich sehr gut, sie enthielt verschiedene Texturen und Farbkontraste und war abwechslungsreicher als man sich das erstmal vorstellen würde (mMn sehr sehenswert). Davon inspiriert habe ich das auch versucht, am Ende mich aber dann doch für eine Pfütze entschieden, in der sich ein Baum spiegelt und es teilweise fast so aussieht als würde sich die Form der Pfütze der Form des Baumes anpassen, oder andersrum. Aber vielleicht sehe nur ich das so :D

Woche 51

Das 51. und damit vorletzte Thema war Das Gegenteil. Eine eindeutig kreative Aufgabe, und keine technische. Man sollte Fotoideen ins Gegenteil umkehren. Das hat mich etwas ratlos gemacht, was damit gemeint sein könnte und war dadurch für mich eine der schwierigeren kreativen Aufgaben. Deswegen kommen hier zwei Annäherungsversuche.

Zum ersten habe ich versucht als Idee den Weihnachtsbaum zu nehmen, der ist ja normalerweise ein schöner Nadelbaum, der in der warmen Stube steht und festlich geschmückt ist. Wie wäre es also einen kahlen knorrigen Obstbaum im Garten zu nehmen und den Weihnachtsmann am Strick baumeln zu lassen? :D

Die zweite Idee waren mehr oder weniger Landschaftsaufnahmen, welche auf dem Kopf stehen. Das erzeugt etwas Unruhe, weil man das Gefühl hat, alles fällt runter in den Himmel. Es ist einfach falsch und erzeugt eben dadurch (hoffentlich) Interesse.

Woche 47

Das 47. Thema lautet Eine Farbe. Hierbei sollte man sich im Bild auf eine Farbe, höchstens Farbfamilie beschränken und sehen wie sich die Wirkung ändert. Das ist gar nicht so einfach wie man denkt. Hier hatte ich zunächst Null Ideen aber dann fiel mir auf, dass im Supermarkt beim Obst und Gemüse meist ganze Flächen nur eine Farbe haben, also z.B. die roten Paprikas. Deswegen habe ich mich hier mit dem Handy versucht. Als ich zu Besuch bei Freunden war, habe ich dann ein Regal entdeckt, wo sie die Bücher nach Farbe sortiert haben, das kam mir diese Woche natürlich sehr gelegen, daher habe ich das als Motiv auch mitgenommen :-)

Woche 46

Das Thema der 46. Woche ist das Foto-Essay. Hier sollte man ein Thema porträtieren. Meine Idee war es ein Zellexperiment zu begleiten, da ich aber leider krank war, ging das erst diese Woche und nun hänge ich eine Woche hinter dem #Projekt52 hinterher.

Wer wissen möchte, wie Pakete in einem Paketzentrum sortiert werden, sollte das Foto-Essay von Hendrik anschauen.

Also hier nun mehr zum Zellexperiment. Für Experimente gibt es verschiedene Zellen, die man sich im Labor halten kann. Typisch sind Zellen, die auf dem Grund einer Petrischale wachsen. Damit diese es gemütlich habe, hält man sie in einem Brutschrank.

Bei den Brutschränken, auch Inkubatoren genannt, kann man die perfekten Bedingungen für die Zellen einstellen, wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit und CO2 Anteil in der Luft.

Und so sehen die Zellen dann aus, wenn man sie sich unter einem Mikroskop ansieht (es ist gar nicht so leicht durch das Okular zu fotografieren!). Die Zellen haften sich an dem Boden an und breiten sich darauf aus. Man kann hier gut die Räume sehen, die noch leer sind. Die runden Dinger sind tote Zellen. Die länglichen sind gesunde Zellen, die glücklich und zufrieden sind und sich durch Zellteilung ausbreiten.Zur Vorbereitung des Experiments möchte man die Zellen auf Objektträger aussäen. Dazu nimmt man das Medium ab…

… und wäscht die Zellen dann mit einem Salzpuffer, um z.B. die toten Zellen loszuwerden, denn die braucht man nicht im Experiment. Das alles macht man in einer sterilen Umgebung, damit die Zellen nicht kontaminiert werden.

Als nächstes löst man die Zellen von der Platte (Petrischale) ab, was man hier als milchigen Film sieht, der teilweise schon abgegangen ist, also genau da, wo man nur noch klares Plastik sieht.

Danach werden die Zellen auf Objektträger gesät, wo man sie wachsen lässt und je nach Experiment transfiziert, das heißt ihnen DNA gibt, welche sie aufnehmen um das zu bauen, was man untersuchen möchte. Nachdem sie dazu genug Zeit hatten, wird der Objektträger in eine Mikroskopkammer eingespannt.

Mit dieser geht man dann zum Mikroskop, fokussiert, sucht Zellen und in dem Fall regt man die Zellen mit ultraviolettem/blauen Licht zum Fluoreszieren an. Je nach Experiment kann man die Zellen auch noch mit Lösungen umspülen, um bestimmte Reaktionen zu untersuchen. Dafür ist die Nadel da.Die Zellen, die man gerade untersucht, kann man sich auch an einem Bildschirm ansehen um z.B. zu überprüfen, ob sie sich bewegen, wenn mit Lösungen gespült wird, ob sie „gesund“ aussehen und ob sie überhaupt leuchten.

Und danach kann man das Experiment durchführen, auswerten, eine Bachelor-, Master- oder Doktorarbeit drüber schreiben, die Ergebnisse in einer angesehenen Fachzeitschrift veröffentlichen und auf den Nobelpreis warten ;-)

Woche 44

Das 44. Thema war Innen und Außen. Hier sollte man aus Räumen hinaus oder eben hinein fotografieren. Und das kann verschiedene Formen von Nähe oder Distanz erzeugen. Klang etwas abstrakt und ehrlich gesagt fand ich die Aufmunterung, fremde Leute in Cafés sitzend zu fotografieren eher nicht so cool. Ich denke in bestimmten Situation ist die Idee nett, von drinnen nach draußen, oder eben umgekehrt, zu fotografieren aber das lässt sich etwas schwerer erzeugen, nur weil eben gerade die Aufgabe ist. Vielleicht hätte ich auch mehr auf die Suche gehen sollten für Motive, wer weiß. Es war jedenfalls nicht meine Lieblingsaufgabe. Ja es regt einen an, über Perspektive nachzudenken aber ansonsten?

Deswegen gibt es bei mir ein verspiegeltes Café (Keine Werbung!), einen hellerleuchteten Shop (ebenfalls keine Werbung), ein Deckengemälde bei einem Zahnarzt (?) und Regentropfen am Fenster. Das mit den Regentropfen gefällt mir am besten, aber auch die Spiegelung vom Himmel im ersten Bild sind schön. Nur die anderen Bilder sind eher: okay ich versuche die Aufgabe zu erfüllen, aber eigentlich sprechen sie mich nicht an.