Kategorie: Reisen

Woche 27

Vielleicht erinneren sich manche von euch, dass mein erstes Ziel war, das #Projekt52 10 Wochen lang durchzuhalten. Nachdem ich dies geschafft hatte, war mein nächstes Ziel 26 von 52 „abzuarbeiten“. Und siehe da, ich hatte es tatsächlich geschafft 26 Wochen lang immer pünktlich sonntags meinen Beitrag zu bloggen. Das nächste Ziel wären also alle 52 Aufgaben pünktlich zu erfüllen. Aus technischen Gründen kann ich meinen 27. Beitrag leider erst heute online stellen und habe dieses Ziel leider schon verfehlt, also zumindest das „pünktlich“. Aber wir wollen das Mal nicht als schlechtes Omen deuten oder kleinlich sein ;-)

In Woche 27 ging es nun um Leere und negativen Raum. Da fragt man sich natürlich gleich, was denn negativer Raum ist. Das sind jene Bereiche im Bild, die nicht das Hauptmotiv sind und gerne für Werbetexte verwendet werden und eher monoton sind. Im besten Fall unterstützen sie das Hauptmotiv. Hier meine Versuche.

Beelitz Heilstätten

An Ostern hatte ich das Vergnügen an einer Fototour von go2know in Beelitz Heilstätten teilzunehmen. Das ist eine alte Heilanstalt südlich von Berlin, die 1902 eröffnet wurden. Es ist einer der wohl bekanntesten verlassenen Orte Deutschlands und sehr beliebt für Fotos.

Gebucht hatte ich die Fototour in der Männerklinik mit drei verschiedenen Gebäuden. Ich war überrascht wie groß die Gruppe war, aber da die Gebäude riesig sind, verläuft sich das schnell. Die 5 Stunden gingen dann auch sehr schnell rum. Inbegriffen ist auch eine Führung, die habe ich teilweise auch mitgenommen. Selbst wenn man keine Fototour machen will, würde ich empfehlen zumindest eine der Führungen dort zu machen. Es ist wirklich interessant und für ihre Entstehungszeit war die Heilanstalt supermodern.

Der Knackpunkt ist, dass das gesamte Gelände verkauft wurde und jetzt nach und nach restauriert wird. Das heißt die Führungen gibt es nur noch bis Ende des Jahres. Eine Tour wird wohl schon in zwei Monaten eingestellt. Tja, ausserhalb Berlins können Bauprojekte wohl doch recht schnell gehen :D

Wie ihr auf den Fotos sehen könnt sind die Gebäude teilweise schon sehr zerfallen, einiges war auch abgesperrt, weil es zu gefährlich ist dort langzugehen.

Andere Teile hingegen scheinen besenrein zu sein und als würden die Räume nur darauf warten, dass wieder Veranstaltungen in ihnen stattfinden.

 

Die drei Gebäude haben eine Vielzahl an Motiven geboten. Besonders schwierig fand ich die Lichtbedingungen. Gerade im Erdgeschoss, weil da viele Fenster mit Pressspanplatten vernagelt sind.

 

Tolle und dankbare Fotomotive waren natürlich auch die langen und leeren Flurschluchten!

 

Ein wenig gruselig fand ich manche Behandlungszimmer. Hier möchte ich nicht wissen, was den Patienten angetan wurde ;-)

 

Angenehmer als dieser Folterstuhl war da sicher das Piano, auch wenn es schon bessere Zeiten gesehen hat.

Der Komplex bietet sich nicht nur für Totalaufnahmen von großen Räumen an, sondern es lohnt sich auch ab und an nah ranzugehen. Gerade der Zerfall kann so seine ganz eigene Schönheit entfalten. Aber auch einige erhaltene architektonische Details sind sehenswert gewesen :-)

Insgesamt hoffe ich, dass die Fotos neugierig machen und dazu animieren, dass ihr euch das mal selber vor Ort anschaut. Schließlich können die Fotos nur einen ungefähren Eindruck davon geben, wie es dort ist. Erleben muss man es selber!